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Krankheiten

Magnesiummangel: Die Ursachen

Sport als Ursache für Magnesiummangel

Intensiver Sport kommt als Ursache eines Magnesiummangels infrage
Foto: Flynt | Bigstock

Ursachen: Wie entsteht Magnesiummangel?

Magnesiummangel entsteht am häufigsten durch Mangelernährung, tritt aber auch als Begleiterscheinung von anderen Erkrankungen oder in der Schwangerschaft auf. Ebenso können Leistungssport, Stress, bestimmte Medikamente oder Alkohol einen Magnesiummangel begünstigen. Es gibt auch bestimmte genetische Dispositionen, die die Magnesium-Aufnahme durch den Darm oder die Rückresorption durch die Niere schwächen.


ICD-10: E61.2 Magnesiummangel Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist

Lesezeit: 2 Minuten

Liste möglicher Ursachen des Magnesiummangels

Eine Unterversorgung mit Magnesium kann folgende Hintergründe haben:

  • schlechte bzw. einseitige Ernährung, auch Diäten
  • Überlastung bei sportlichen Aktivitäten
  • entwässernde Medikamente (Antibiotika, Chemotherapeutika)
  • starkes Schwitzen
  • hoher Stress
  • Schwangerschaft
  • Alkoholismus
  • Diabetes
  • chronische Erkrankungen des Darms
  • chronische Erkrankungen der Niere

Magnesium wird vom Menschen über die Nieren ausgeschieden.

Magnesiummangel: Ursachen im Detail

Wer sich einseitig ernährt – zum Beispiel im Rahmen einer Diät – läuft Gefahr, Mangelerscheinungen zu entwickeln. Auch wenn Menschen im Alter immer weniger essen, kann es zu Magnesiummangel kommen.

Stoffwechselerkrankungen können zu Magnesiummangel führen, darunter die Schilddrüsenüberfunktion und Störungen der Nebenschilddrüsen. Auch chronischer Durchfall kann eine Ursache sein, weil der Körper dadurch neben Wasser und Salzen auch Magnesium verliert.

Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen können Magnesiummangel zur Folge haben, ebenso Magen-Darm-Erkrankungen, die die Aufnahme von Magnesium verhindern oder aber zu Magnesium-Verlusten durch Durchfall führen.
Neben psychischem und physischem Stress kann auch Leistungssport zu so starken Magnesium-Verlusten führen, dass sie durch die Nahrung nicht unmittelbar ausgeglichen werden können. Besonders durch starkes Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralstoffe, wobei eine zielgerichtete Ernährung, isotonische Getränke und die Einnahme von Magnesium geeignete Mittel sind, um gegenzusteuern.

Abbau von Magnesiumchlorid am Toten Meer, Israel

Abbau von Magnesiumchlorid am Toten Meer, Israel
Foto: irisphoto1 | Shutterstock

Bestimmte Medikamente können als negative Begleiterscheinung entweder die Aufnahme von Magnesium ins Blut erschweren oder aber zum verstärkten Ausscheiden von Magnesium führen. Hierzu gehören unter anderem Diuretika. Das sind entwässernde Medikamente. Sie werden gegen Wassereinlagerungen eingesetzt; leider wird jedoch mit dem Wasser auch Magnesium entzogen.

Vorbeugung & Lebensmittel

Um einem Magnesiummangel vorzubeugen, muss auf eine ausreichende Zufuhr des Minerals geachtet werden. Die Aufnahme von Magnesium über die natürliche Nahrung ist in jedem Fall der Einnahme von Magnesium-Tabletten vorzuziehen. Diese sollten nur als Nahrungsergänzung bei besonders hohem Bedarf an Magnesium – bspw. bei intensivem Sport oder in der Schwangerschaft – eingesetzt werden.


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.


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Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
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