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Karpaltunnelsyndrom
Ultraschall hilft bei Entscheidung über Operation

Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom: Etwa jeder Zehnte ist betroffen (Foto: dolgachov | Bigstock)

Moderne Ultraschall-Diagnostik kann wertvolle Erkenntnisse bei der Therapie des Kapataltunnelsyndroms liefern und die Entscheidung für oder gegen eine Operation untermauern.

Lesezeit: 2 Minuten

Die ersten Symptome sind so typisch wie lästig. Schlafen nachts die Hände ein, treten Schmerzen in gebeugter oder überstreckter Haltung des Handgelenks auf, ist das Karpaltunnelsyndrom eine typische Ursache. Dabei kommt es zu einer Kompression des Medianus-Nervs. Unbehandelt kann sich die Symptomatik verschlimmern und es drohen dauerhafte Nervenschäden.

Ultraschall erleichtert OP-Entscheidung

Patienten mit Karpaltunnelsyndrom stehen mit ihrem behandelnden Arzt vor der Entscheidung zwischen Operation oder konservativer Therapie. Moderne Ultraschall-Diagnostik hilft, die nötige Informationsgrundlage zu schaffen. „Sie kann den Nerv und seine Umgebung besonders detailliert abbilden“, sagt Dr. Henrich Kele – Facharzt für Neurologie. „So können beispielsweise genaue Informationen zur Lage der Engstelle und über die Ursache gegeben werden.“

Weiteren Diagnosen auf der Spur

Bei etwa einem Drittel der untersuchten Patienten finden sich auf diese Weise neben dem Karpaltunnelsyndrom weitere Schmerzursachen – bspw. eine Sehnenscheidenentzündung – die behandlungsbedürftig sind. Auch in der Nachsorge einer Operation kann die Bildgebung mittels Ultraschall helfen, etwa bei der Beurteilung des Operationsergebnisses.

Injektion unter Ultraschallkontrolle

Bei der konservativen Versorgung des Karpaltunnelsyndroms werden häufig Kortikosteroide injiziert. Unter Ultraschallkontrolle können die Injektionen präzise im Karpaltunnel platziert werden.

Kosten

Das Karpaltunnelsyndrom ist die häufigste Erkrankung der peripheren Nerven. Etwa 1-7 Prozent der Erwachsenen leiden darunter.1

Die Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) setzt sich dafür ein, dass die Ultraschalluntersuchung des Karpaltunnelsyndroms in den Katalog der Krankenkassen aufgenommen wird. Im Moment müssen Kassenpatienten die Untersuchung noch selbst zahlen.

Quellen und weitere Informationen


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.


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