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Hodenkrebs-Rate hat sich in Deutschland verdoppelt

Hodenkrebs ist heute gut behandelbar

Hodenkrebs ist heute gut behandelbar (Foto: Africa Studio | Shutterstock)

Hodenkrebs ist in Deutschland auf dem Vormarsch – das ist die beunruhigende Erkenntnis aus aktuellem Zahlenmaterial.

Lesezeit: 1 Minuten

Und nicht nur die Zunahme der Erkrankungszahlen ist besorgniserregend. Auch das bereits erreichte Niveau der Erkrankungshäufigkeit ist extrem hoch. Weltweit ist Hodenkrebs nur noch in Dänemark häufiger.

Ursache unbekannt

Die Ursache des Anstieges ist nicht bekannt. Die „Apotheken Umschau“ zitiert Prof. Christoph Clemm vom Tumortherapiezentrum im Münchener Klinikum rechts der Isar mit den Worten: „Warum die Zahl der Neuerkrankungen gerade in Deutschland seit Jahren steigt, ist nicht geklärt.“

Die Studie

Zutage gefördert hat die Entwicklung eine aktuelle Studie des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Seit 1980 hat man eine Verdopplung der jährlichen Neuerkrankungen ermittelt.

Hodenkrebs

Hodenkrebs - Schematische Darstellung Hodenkrebs – Schematische Darstellung (Abb. joshya | Shutterstock)

Hodenkrebs gilt als gut behandelbare Krebsart, wenn sie früh erkannt wird. Männer sollten sich regelmäßig abtasten und bei Auffälligkeiten (Größenzunahme, tastbare Verformungen, Schwellungen) sofort zum Arzt gehen. Frühzeitig erkannt, hat Hodenkrebs unter aktueller Therapie eine Heilungschance von deutlich über 90 Prozent.1

Die Zahlen

In Deutschland erkrankten 2014 4.070 Männer neu an Hodenkrebs1. Das sind 10,3 Fälle auf 100.000 Einwohner. 153 Männer sind 2014 an Hodenkrebs gestorben.  Die relative 5-Jahres-Überlebensrate und die 10-Jahres-Überlebensrate betrugen 96 Prozent.

Prognose für 2018: 4.400 Neuerkrankungen (11 Fälle pro 100.000)

Quellen und Wissenschaftler

Im Artikel erwähnte Experten

  • Prof. Dr. med. Christoph Clemm – Tumortherapiezentrum im Münchener Klinikum rechts der Isar


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
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