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Herpes Zoster

Gürtelrose: Bilder und Symptome

Gürtelrose auf dem Rücken

Gürtelrose auf dem Rücken (Foto: Anukool Manoton | Shutterstock)

Alles Wichtige zur Gürtelrose:

Was ist eine Gürtelrose?

Herpes Zoster (umgangssprachlich Gürtelrose) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Varicella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Typisch ist der oft gürtelförmige blasige Hautausschlag, der meist einseitig und schmerzhaft in Erscheinung tritt. Dem Ausschlag liegt eine Nerven-Entzündung zugrunde, die sich in das Hautgewebe ausbreitet.

Das Virus ist auch Auslöser der Windpocken. Nach einer Windpocken-Infektion verbleibt es im Körper und kann in Form des typischen Ausschlags wieder in Erscheinung treten. Betroffen sind vor allem ältere Menschen und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Inzwischen ist eine Schutzimpfung gegen die Gürtelrose verfügbar.

Die Symptome der Gürtelrose

Das Leitsymptom von Herpes Zoster ist der schmerzhafte Hautausschlag, der sich häufig – den Nervenbahnen folgend – gürtelförmig um eine Körperseite schlingt. Zusätzlich kann folgende Begleitsymptomatik auftreten:

Die typischen Symptome der Gürtelrose
örtliche begrenzter Hautausschlag
Schmerzen (Brennen, Stechen oder dumpf)
leichtes Fieber
Juckreiz
Hautrötung
Blasenbildung auf der Haut
Müdigkeit
Abgeschlagenheit
Krankheitsgefühl
Hautschwellung
Taubheitsgefühl des betroffenen Hautareals
Kribbeln auf der Haut
Berührungsschmerz (häufig ausstrahlend)
Grippesymptome
Kopfschmerzen
Rückenschmerzen

Die Gürtelrose äußert sich in den meisten Fällen zunächst mit einer schmerzhaften Hautstelle, die noch keine äußerlichen Veränderungen zeigt. Erst nach 2-3 Tagen entwickelt sich der charakteristische Ausschlag, der den Hautveränderungen der Windpocken gleicht.

Es bilden sich kleine Flecken, die zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen heranreifen, eitern, aufbrechen und dann verschorfen. Der einseitige Ausschlag ist relativ gleichmäßig und schmerzhaft. Innerhalb von 7 bis 10 Tagen bildet er sich wieder zurück. Die Flüssigkeit im Inneren der Bläschen ist hoch-infektiös.

Differenzialdiagnosen

Krankheiten, deren Symptomatik in Teilen der der Gürtelrose ähnelt:

  • Coxsackievirus
  • Herpes Simplex (Ekzema herpeticatum)
  • Rippenfellentzündung (Schmerzgeschehen)

Bilder der Gürtelrose

Bilder der Gürtelrose in verschiedenen Krankheitsstadien (Frühstadium, Blasen, Abheilen, Verschorfung) und an verschiedenen Körperstellen (Rücken, Arme, Hand, Gesicht, Auge).

Was tun, wenn Symptome auftreten?

Wer den Verdacht hat, unter einer Gürtelrose zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Hautarzt ist hierfür die richtigen Ansprechpartner.

Die Gürtelrose sollte frühzeitig behandelt werden, um das Risiko bleibender Nervenschäden zu reduzieren. Im Bereich der Sinnesorgane ist besondere Vorsicht geboten. Eine Gürtelrose in der Nähe der Augen kann zur Erblindung führen. Auch in Ohrnähe sind gefährliche Komplikationen möglich. (Verlust des Hörsinns / Gleichgewichtsstörungen)

Behandelt wird mit antiviralen Medikamenten. Symptomatisch wird oft zusätzlich ein Schmerzmedikament verabreicht.

So dringend ist die Behandlung:

Wie dringend die frühe Behandlung durch einen Arzt ist, beschreibt Hautarzt Professor Gerd Gross von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in der Apotheken Umschau: Der Experte rät dazu beim Auftreten von Symptomen am Wochenende nicht bis Montag zu warten, sondern sofort ins Krankenhaus zu fahren und mit der Therapie zu beginnen. Die gewonnenen Stunden oder Tage können dafür sorgen, dass dem Patienten jahrelange Dauerschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) erspart bleiben

Wo am Körper tritt die Gürtelrose auf?

LokalisationBezeichnung
BlutsystemZoster Disseminatus
Gehörgang und OhrmuschelnZoster Oticus
GenitalienZoster Genitalis
Gesicht und AugenZoster Ophtalmicus
NervensystemZoster Generalisatus
RückenmarkZoster Myelitis

Die am häufigsten betroffenen Körperstellen sind der Rücken, die Brust, der Hals und der Kopf. Auch Arme und Beine sind typische Lokationen. Eine im Gesicht auftretende Gürtelrose wird auch als „Gesichtsrose“ bezeichnet.

Die Spätfolgen der Gürtelrose

Das Tückische an der Gürtelrose: etwa 10 Prozent der Patienten leiden auch Monate oder sogar Jahre nach dem Abklingen der Gürtelrose an den Folgen. Schmerzen und Missempfindungen nach Therapieende sind die typischsten Folgen. Die chronischen Schmerzen werden auch „postzosterische Neuralgie“ genannt.

Typische Symptome einer „postzosterische Neuralgie (PZN):

  • dumpfer, brennender Dauerschmerz
  • elektrisierende Schmerzattacken
  • Überempfindlichkeit
  • Sensibilitätsstörungen
  • Missempfindungen
  • gesteigerte Schmerzempfindlichkeit
  • Berührungsschmerzen

Therapie: Wie wird die Gürtelrose behandelt?

Die Gürtelrose lässt sich in frühen Stadien mit antiviralen Medikamenten – wie Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir – behandeln. Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem können diese Medikamente intravenös gegeben werden, um die Wirkung zu beschleunigen.

Zusätzlich kommen Schmerzmedikamente zum Einsatz. Ein schneller Therapiebeginn senkt das Risiko von bleibenden Nervenschäden und chronischen Schmerzen.

Welcher Arzt behandelt die Gürtelrose?

Der beste Ansprechpartner für Herpes Zoster ist der Hautarzt. Ist das Gesicht betroffen, wird er eventuell weitere Kollegen – wie einen Augenarzt oder einen Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO) – hinzuziehen. Gegebenenfalls wird er auch an einen Neurologen weiterverweisen.

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Quellen


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.


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