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Home»Forschung»Geringes Geburtsgewicht erhöht Krebsrisiko

Geringes Geburtsgewicht erhöht Krebsrisiko » Studie

Ein geringes Geburtsgewicht erhöht das Risiko der Kinder, später an Brustkrebs oder Hodenkrebs zu erkranken. Werdende Mütter sollten deshalb nicht diäten.
Sebastian Fiebiger Sebastian Fiebiger↻ 15.10.25
Baby im Brutkasten
Geringes Geburtsgewicht als Krebsrisiko (Foto: Martin Valigursky | Shutterstock)

Kinder, die bei ihrer Geburt sehr leicht und klein sind, entwickeln sich langsamer? Könnte man meinen. Stimmt aber nicht ganz! Bei der sexuellen Reife ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Die vermeintlichen „Kümmerlinge“ kommen im Schnitt einige Monate früher in die Pubertät. Und das hat leider negative Folgen.

Das Risiko, an Brust- oder Hodenkrebs zu erkranken, steigt mit dem frühen Beginn der Pubertät erheblich an. Ermittelt hat diese Zusammenhänge eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) an der Universität Bonn.

Leichte Babys unter 3000 Gramm

Als „leichte Babys“ im Sinne der Studie gelten Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 3000 Gramm. Da die Ernährung während der Schwangerschaft einen wesentlichen Einfluss auf das Geburtsgewicht hat, raten die Wissenschaftler werdenden Müttern, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Frühe Pubertät steigert Krebsrisiko

Auch Kinder, die in den ersten zwei Lebensjahren überdurchschnittlich an Gewicht zulegen, kommen deutlich früher in die Pubertät. (Mädchen: 9 Monate, Jungen: 4 Monate) Bei den Mädchen erhöht eine um ein Jahr verfrühte Pubertät das Brustkrebsrisiko um 9 Prozent.

Das FKE untersucht bereits seit mehr als 20 Jahren die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen. Der aktuellen Studie liegen die Daten von 215 Kindern zugrunde.

Diäten werdender Mütter als Auslöser

Die frühe Pubertät hat sich in den westlichen Industrienationen zu einem Trend entwickelt. Zunehmend leichtere Babys durch Mütter, die ihr Gewicht während der Schwangerschaft halten wollen, kommen als einer der Auslöser dafür infrage.

Dr. Anja Kroke, die Leiterin der Studie wird mit den Worten „Zu einem verringerten Geburtsgewicht kann es beispielsweise kommen, wenn Frauen in der Schwangerschaft Diät halten, um eine übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden. Allerdings fehlt es dazu noch an belastbaren Daten. Dennoch empfehlen wir werdenden Müttern, ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.“ zitiert.

Studien und Quellen

Birth and early life influences on the timing of puberty onset: results from the DONALD (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed) Study. | Karaolis-Danckert, Nadina ∓ Buyken, Anette & Sonntag, Antje & Kroke, Anja | The American journal of clinical nutrition. 90. 1559-65. URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002916523265946 | PMID: 19828713

Volltext der Studie bei Researchgate

Im Artikel erwähnte Experten: Prof. Dr. habil. Anja Kroke - Prodekanin - Ernährungsepidemiologie, Präventionsstrategien - Hochschule Fulda

Krebs
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Sebastian Fiebiger

Sebastian ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 24 Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Profil | Twitter | Instagram | LinkedIn

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