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Home»Forschung»Einsamkeit ist ansteckend wie eine Krankheit

Einsamkeit ist ansteckend wie eine Krankheit » Studie

Eine neue Studie aus den USA zum Thema Einsamkeit kommt zu erschreckenden Ergebnissen. Einsamkeit kann sich wie eine ansteckende Krankheit unter den Menschen ausbreiten.
Sebastian Fiebiger Sebastian Fiebiger↻ 21.10.25
Einsamkeit ist ansteckend
Einsamkeit ist ansteckend (Foto: Syda Productions | Shutterstock)

Menschen, die sich in die Gesellschaft von einsamen Menschen begeben, fühlen sich anschließend oft selbst einsam. Besonders empfänglich für diese Art der Ansteckung sind laut der Studie Frauen. Einsame Menschen bilden oft Gruppen und werden immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Studienleiter John T. Cacioppo, PhD, wird mit den Worten „Das heißt, wenn ich nichts über Sie weiß, aber weiß, dass Ihr Freund einsam ist, dann kann ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass Sie sich auch einsam fühlen werden.“ zitiert.

Interessante Fakten zur Einsamkeit

Die Studie hat ein paar interessante Fakten zur Einsamkeit aufgedeckt:

  • Im Durchschnitt fühlen Menschen sich 48 Tage im Jahr einsam.
  • Mit jedem zusätzlichen Freund reduziert sich dieses Pensum um 2 Tage.
  • Einsame Menschen bewegen sich an die Ränder der Gesellschaft
  • Menschen, die sich nicht einsam fühlen, aber einsame Freunde haben, neigen dazu, selbst einsam zu werden.
  • Frauen fühlen sich schneller einsam und verteilen die Einsamkeit auch eher unter ihren Mitmenschen
  • Einsamkeit im Freundeskreis ist ansteckender als in der Familie
  • Einsamkeit nährt sich selbst – je einsamer sich jemand fühlt, desto mehr verschlimmert sich seine tatsächliche Einsamkeit.

Im Ergebnis der Studie empfehlen die Forscher Initiativen, die sich gegen Einsamkeit und Ausgrenzung richten. Immerhin gilt Einsamkeit als ein Auslöser für psychische Erkrankungen und Depressionen und damit auch als Kostentreiber im Gesundheitssystem.

Quellen und Studien

Alone in the Crowd: The Structure and Spread of Loneliness in a Large Social Network, John T. Cacioppo Ph.D., John & Fowler, James & Christakis, Nicholas. (2009). Journal of personality and social psychology. 97. 977-91. | PMID: 19968414 | PMCID: PMC2792572 | URL: https://psycnet.apa.org:443/doiLanding?doi=10.1037/a0016076

  • Die Studie im Volltext bei Researchgate
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Sebastian Fiebiger

Sebastian ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 24 Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Profil | Twitter | Instagram | LinkedIn

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