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Forschung
Studie: Milchprodukte erhöhen Risiko für Alzheimer

Milchprodukte

Fetthaltige Milchprodukte erhöhen das Alzheimer-Risiko (Foto: dolgachov | Bigstock)

Eine amerikanische Studie sieht einen klaren Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten und dem Risiko an Alzheimer zu erkranken.

Lesezeit: 2 Minuten

Amerikanische Wissenschaftler um Yian Gu von der New Yorker Columbia-Universität untersuchten den Zusammenhang zwischen Ernährung und Alzheimer. Dabei fanden Sie einige Hinweise, die diesen bestätigen. Im Fachblatt Archives of Neurology sprechen sie gar von einer „schützenden Diät“. Wer sich gesund ernährt, reduziert die Gefahr an Alzheimer zu erkranken.

Anti-Alheimer-Diät

Auf dem Speiseplan sollten vorrangig Salat, Gemüse, Nüsse, frisches Obst und Geflügel stehen. Milchprodukte mit hohem Fettanteil, Schweine- und Rindfleisch, Innereien und Butter sollten hingegen gemieden werden, denn sie erhöhen laut Studie das Risiko einer Erkrankung.

Alzheimer: Studie an 2.500 Senioren

Die Forscher untersuchten über 2100 Senioren ab einem Alter von 65 Jahren, die keine Vorerkrankungen hatten. Die Testpersonen wurden im Abstand von etwa eineinhalb Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt.

Das Ergebnis nach vier Jahren Analyse ist, dass nun 253 Teilnehmer der Studie an Symptomen der Demenz leiden. Darunter viele, die fleisch- und fettreiche Ernährung bevorzugten. Probanden, die sich während der Studie gesund ernährten, erkrankten deutlich weniger an Alzheimer.

Alzheimer: Ursache trotz Forschung ungeklärt

Dieses Ergebnis kann Grundlage weiterer Untersuchungen sein, so die Wissenschaftler. Trotz intensiver Forschungsarbeit sind die Ursachen einer Demenzerkrankung noch nicht geklärt. Ein Großteil der Erkrankungsfälle sei aber genetisch bedingt.

Allein in Deutschland leben nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft circa 1,2 Millionen Menschen, die von der Krankheit betroffen sind.

Einordnung

Es ist nicht sinnvoll, aufgrund der Studie gänzlich auf Milchprodukte zu verzichten. Sie gehören weiterhin zu einer vollwertigen und abwechslungsreichen Ernährung. Aber der tägliche Nahrungsmix sollte nicht vorrangig auf fetthaltigen tierischen Produkten basieren. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt weiterhin den Konsum von Milchprodukten im Nahrungsmix.


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Die Studie

Food combination and Alzheimer disease risk: a protective diet. Gu Y (The Taub Institute for Research in Alzheimer’s Disease and the Aging Brain, Columbia University, New York, NY, USA), Nieves JW, Stern Y, Luchsinger JA, Scarmeas N.| Arch Neurol. 2010 Jun;67(6):699-706. doi: 10.1001/archneurol.2010.84. Epub 2010 Apr 12. | PMID: 20385883 PMCID: PMC3029147 DOI: 10.1001/archneurol.2010.84

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
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