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Normalwerte für alle Altersgruppen
Der normale Blutdruck

Blutdruck normal

Blutdruck normal (Abb.: John T Takai | Shutterstock)

Der optimal Blutdruck liegt bei 120/80 oder darunter. Die Werte sind aber vom Lebensalter abhängig. In diesem Artikel finden Sie die Tabellen mit allen Daten.

Lesezeit: 3 Minuten

Blutdruck: Normalwerte für Erwachsene

Einstufungsystolisch in mmHgdiastolisch in mmHg
Hypotonie< 90< 60
niedrig< 110< 70
optimal< 120< 80
normal< 130< 85
hochnormal130-13985-89
Hypertonie Grad I140-15990-99
Hypertonie Grad II160-179100-109
Hypertonie Grad III> 180> 110
Hypertensiver Notfall> 210110-140
systolische Hypertonie> 140< 90
US-Grenzwert> 140> 90
US-Grenzwert> 130> 80

Normaler Blutdruck in Abhängigkeit vom Alter

Altersystolisch in mmHGdiastolisch in mmHG
Frühgeborene45-50
Neugeborene70-80
Baby (bis 3 Monate)70-85
Kleinkind (bis 1 Jahr)85-9560
Kind (bis 9 Jahre)95-10060-70
Jugendlicher (bis 14 Jahre)101-11068-74
Erwachsener120-12980-84
Senioren< 140< 90

Blutdruck-Tabelle zum Ausdrucken (PDF Download)

Die Werte für den Normaldruck sind abhängig vom Lebensalter. Während für Erwachsene einheitliche Richtwerte gelten, sind die Referenzwerte für Kinder nach dem Alter gestaffelt und geringer.

Im Alter ist der Blutdruck höher und die Richtwerte sind toleranter.

Der optimale Blutdruck

Während die Blutdruck-Richtwerte immer mehrfach angepasst wurden, um die Eingriffsschwellen für medikamentöse Behandlungen zu optimieren, ist der Idealwert von 120/80 in den Industrieländern seit Jahrzehnten etabliert. Dieses Wertepaar gilt als Optimum in Bezug auf die Lebensqualität und die Gesundheitsvorsorge.

Warum gibt es zwei Blutdruckwerte?

Ein ermittelter Blutdruckstatus setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem ersten und höheren systolischen Blutdruck und dem zweiten und niedrigeren diastolischen Wert.

Die Systole beschreibt den Druck in den Arterien während des Blutausstroms aus dem Herzen und die Diastole den Druck in der Füllungsphase des Herzens.

Warum ist es wichtig, seinen Blutdruck zu kennen?

Bluthochdruck ist hierzulande – bedingt durch die westliche Lebensweise mit Überernährung und Bewegungsmangel – eine Volkskrankheit. Erhebliche Teile der Bevölkerung leiden unter Bluthochdruck, ohne es zu wissen.

Ein erhöhter Blutdruck macht oft jahrelang keine Beschwerden. Er schädigt aber die Organe, der Herz und das Gefäßsystem und erhöht damit das Risiko für eine ganze Reihe von Erkrankungen. Dazu gehören der Herzinfarkt, der Schlaganfall, die Niereninsuffizienz und die Demenz.

Welche Blutdruckwerte sind gefährlich?

Ein Blutdruckanstieg auf Werte oberhalb von 180 zu 120 bei einem zuvor gesunden Menschen wird als hypertensive Krise bezeichnet. Treten diese Werte zusammen mit anderen Symptomen – wie Atemnot, Schmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Nasenbluten, Benommenheit, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder einem Druckgefühl auf der Brust – auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der umgehende notärztliche Versorgung erfordert.

112 ist die Rufnummer für medizinische Notfälle

Treten diese Werte ohne weitere Symptomatik oder bei Bluthochdruckpatienten auf, die schon zuvor einen dauerhaft erhöhten Blutdruck aufgewiesen haben, kann die Messung unter Ruhe eine halbe Stunde später wiederholt werden. Bleiben Sie hoch, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Besondere Vorsicht gilt bei Schwangeren, bei denen ein plötzlicher Blutdruckanstieg ein Anzeichen für eine Eklampsie sein kann, die für Kind und Mutter lebensbedrohlich ist.

Fachbegriffe

Ist der Blutdruck erhöht, spricht man von einer Hypertonie, einem Hypertonus oder Hypertension. Ein zu niedriger Blutdruck wird als Hypotonie bezeichnet.

Quellen


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.


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