
Eine aktuelle US-Studie bringt den regelmäßigen Konsum von Süßstoffen mit einem schnelleren Abbau von Gedächtnis- und kognitiven Fähigkeiten in Verbindung. insbesondere bei Menschen unter 60 Jahren.
Studie mit 12.772 Teilnehmern
Eine großangelegte Langzeitstudie die im Fachmagazin "Neurology" erschienen ist, hat den Konsum von künstlichen Süßstoffen wie Aspartam, Saccharin, Acesulfam-K und Zuckeralkoholen wie Erythrit, Xylit und Sorbit bei insgesamt 12 772 Erwachsenen analysiert. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt etwa 52 Jahre alt und wurden über einen Zeitraum von acht Jahren regelmäßig untersucht und befragt.
Auffällige Unterschiede zwischen Jung und Alt
Die Daten zeigen: Bei Personen unter 60 Jahren korreliert ein hoher Süßstoffkonsum mit einem schnelleren Rückgang von flüssiger Sprache, Gedächtnisleistung und allgemeiner geistiger Fitness. Für Personen über 60 Jahren ließ sich dieser Zusammenhang hingegen nicht feststellen.
Studie nur ein erstes Indiz
Trotz des umfangreichen Datensatzes mahnen die Forschenden zur Vorsicht bei der Interpretation, da die Angaben auf selbst erstellten Protokollen basieren. Es bleibt offen, inwiefern andere Lebensumstände sowie der generelle Lebensstil die Ergebnisse beeinflusst haben. Allerdings fügen sich die Ergebnisse in eine wachsende Zahl von Studien ein, die den regelmäßigen Konsum hoher Süßstoff-Dosen kritisch betrachten.
Quellen und weiterführende Literatur
- - Autoren: Natalia Gomes Gonçalves, Euridice Martinez-Steele, Paulo A. Lotufo, Isabela Bensenor, Alessandra C. Goulart, Sandhi Maria Barreto, Luana Giatti, Carolina Perim de Faria, Maria del Carmen Bisi Molina, Paulo Caramelli, Dirce Maria Marchioni, Claudia Kimie Suemoto - Publikation: Neurology October 7, 2025 issue
105 (7) - URL: https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000214023
