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Zahlen, Diagramme, Einschätzungen
Corona-Virus in Italien

In Italien wurden in den letzten 24 Stunden 4.053 Neuinfektionen nachgewiesen – 3 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl Todesfälle ist mit 12.428 die weltweit höchste.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Dynamik ist weiter reduziert. Der tägliche Zuwachs bei den Neuinfektionen ist auf rund 4 Prozent gefallen. Das ist deutlich niedriger als die üblichen 25-30 Prozent in Ländern ohne Maßnahmen.

Die erschlagende Verzehnfachung der Zahlen innerhalb einer Woche ist also erst mal vom Tisch.

Leider wurde viel zu spät gebremst, um die Zahlen noch beherrschbar zu halten. Es bleibt die Hoffnung, dass das Wachstum der Fallzahlen noch weiter zurückgeht, um die täglichen Neuerkrankungen unter 2.000 zu senken. Momentan ist das aber noch nicht absehbar.

Daten zum Alter und den Vorerkrankungen der Verstorbenen gibt es hier.

2020/03/20 Der Anstieg der rechnerischen Fallsterblichkeit ist in allen Ländern zu beobachten, die in die pandemische Phase kommen. Die Fallzahlen steigen in einem Tempo an, in dem das Testing nicht ausgeweitet werden kann. Die Dunkelziffer steigt.

Der Rückgang beim Fallzahlenwachstum ist kaum zu beurteilen. Eben deshalb, weil bei einer so hohen Zahl an Neuinfektionen das Testing auf akute Fälle beschränkt werden muss.

Die Anzahl der Todesfälle ist auch kein guter Gradmesser für das erhoffte Abflachen der Kurve. Sie laufen dem Infektionsgeschehen etwa zwei Wochen hinterher.

2020/03/16 – Das Wachstum der Neuinfektionen in Italien verliert seit einigen Tagen an Dynamik. Offenbar beginnen die ergriffenen Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens zu wirken.

Die kalkulatorische Sterblichkeitsrate steigt allerdings weiter an. Noch immer hat das hoffnungslos überlastete Gesundheitssystem einen hohen Ansturm an neuen Patienten. Die Zahl der Neuinfektionen ist nur leicht gegenüber dem Vortrag gesunken.

2020/03/15 – Das Wachstum der Fallzahlen geht langsam zurück. Das bedeutet auf diesem Niveau aber noch keine große Entlastung für die Kliniken. Noch immer werden pro Tag mehr als 3.500 Neuinfektionen gemeldet. Die kalkulatorische Fallsterblichkeit steigt weiter an und nähert sich dem Bereich, der in der Krisenphase in Wuhan (China) zu beobachten war.

2020/03/14 – Die Lage im Land bleibt kritisch. Auch wenn die Wachstumsrate der Neuninfektionen langsam zurückgeht, bedeutet das noch immer jeden Tag deutlich mehr Patienten als am Vortag. Das Gesundheitssystem Italiens operiert deutlich über seinen Möglichkeiten.

Italiens Politiker und Ärzte warnen andere EU-Länder, die Pandemie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Regierungschef Renzi mahnt, die Zeit für die Vorbereitung auf die Infektionswelle zu nutzen.

2020/03/13 – Die Lage in Italien verschärft sich weiter. Sowohl die Zahl der Neuninfektionen als auch die kalkulatorische Fallsterblichkeit steigen weiter an.

2020/03/12 – Noch ist von der Wirkung der italienischen Maßnahmen in den Zahlen nicht viel zu sehen. Die kalkulatorische Fallsterblichkeit (CFR) steigt weiterhin und auch die Zahl der Neuinfektionen steigt mit den Raten, die wir aus Ländern ohne Interventionen kennen.

2020/03/11 – Neue Zahlen aus Italien und die bieten keinen Anlass für Optimismus. Aber ergriffene Maßnahmen brauchen eben ca. 10 Tage, bis sie in den Zahlen zu sehen sind. Ein Vorgeschmack auf die Situation, die uns in Deutschland in 9 Tagen erwartet.

2020/03/08 – In Italien gerät die Lage mehr und mehr außer Kontrolle. Die Sterblichkeitsraten sind hoch, es gibt erste Engpässe im Gesundheitswesen. Die Regierung reagiert mit Reisebeschränkungen. Schulen und Universitäten waren schon vor dem Wochenende geschlossen worden.

2020/03/09 – Die Sterblichkeit in Italien steigt weiter an. Aber Italien testet inzwischen auch mit einem höheren Anteil symptomatische Patienten. Aktuell ist jeder 7. Fall positiv. Vor ein paar Tagen war es noch jeder 10. Fall. Weniger Test lassen die Sterblichkeit automatisch steigen, weil man einen höheren Anteil ernster Fälle in die Statistik holt.


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
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