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Symptome, Ursachen, Behandlung

Bluthochdruck (Hypertonie)

Blutdruck-Messung

Blutdruck-Messung
Foto: Rido | Shutterstock

Was ist Bluthochdruck?

Unter Bluthochdruck (med.: Hypertonie, auch Hypertonus, Hypertension) versteht man eine dauerhafte Überhöhung des arteriellen Blutdrucks auf einen systolischen Wert (oberer Wert) über 140 mmHg und einen diastolischen Wert (unterer Wert) über 90 mmHg. Der normale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg. Chronischer Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit, an der in Deutschland fast jeder zweite Mensch ab dem 50. Lebensjahr leidet.

Ein zu hoher Blutdruck schädigt auf Dauer das Herz, die Nieren und die Blutgefäße. Leider bleibt Bluthochdruck bei vielen Patienten zunächst unentdeckt, weil er sich gar nicht oder nur mit sehr unspezifischen Symptomen bemerkbar macht. Deshalb ist es ratsam, den Blutdruck regelmäßig selbst zu messen.


ICD-10: I10.0 Bluthochdruck Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Kardiologe

Lesezeit: 4 Minuten

Bluthochdruck Symptome

Symptome, die durch einen zu hohen Blutdruck hervorgerufen werden können:

Die typischen Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck
Kopfschmerzen
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
Schwindel
Nasenbluten
Nervosität
Reizbarkeit
Kurzatmigkeit
Konditionsschwäche
Konzentrationsschwierigkeiten
Tinnitus (Ohrensausen)
Sehstörungen
Herzrasen
Übelkeit
starkes Schwitzen
Schlafstörungen
Stimmungsschwankungen
Herzstolpern
auffällig rote Gesichtsfarbe
Erektionsstörungen
Sensibilitätsstörungen
starker Durst
häufiger Harndrang
Taubheitsgefühl

Was tun?

Hinweis: Stark erhöhte Blutdruckwerte von 200 zu 120 oder darüber gelten als medizinischer Notfall. Rufen Sie in diesem Fall den Notruf. (112)

Wer den Verdacht hat, unter Bluthochdruck zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, Allgemeinmediziner oder Internist. Der kann ggf. an Spezialisten wie Kardiologen weiterverweisen.

Der Arztbesuch sollte nicht auf die „lange Bank“ geschoben werden, denn der Hochdruck schädigt auf Dauer lebenswichtige Organe und kann auch ein Indiz für das Vorliegen diverser anderer behandlungsbedürftiger Erkrankungen sein.

Ursachen

Die Ursachen des unterscheiden sich nach der Art der Hypertonie. Die primäre Hypertonie wird durch die typischen Zivilisationsfaktoren ausgelöst: Übergewicht, Bewegungsmangel, Salzkonsum, Stress und Diabetes Typ II.

Auch Vitamin D Mangel und Vitamin B 12 Mangel kommen als Ursachen für einen erhöhten Blutdruck infrage.

Bluthochdruck als Begleitsymptom

Der sekundäre Bluthochdruck ist Teil der Symptomatik einer anderen Grunderkrankung:

Erhöhter Blutdruck als Begleitsymptom anderer Krankheiten
Borreliose
Burnout Syndrom
Hashimoto
Histaminintoleranz
Leberzirrhose
Menopause
Nierenentzündung
Niereninsuffizienz
Nierenversagen
Magnesiummangel
Präeklampsie
Schilddrüsenüberfunktion
Wechseljahre

Behandlung

Beim sekundären Bluthochdruck widmet man sich der Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung.

Primärer Blutdruck wird zunächst meist durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten therapiert. Mit einem Bewegungsprogramm und einer Ernährungsumstellung wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und Übergewicht abgebaut.

Zuzüglich können Medikamente wie ACE-Hemmer sowie Alpha- und Betablocker zum Einsatz kommen.

Risikofaktoren für Bluthochdruck

Neben erblichen Faktoren spielt vor allem die moderne, westliche Lebensweise eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck:

  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • hoher Salzkonsum
  • erhöhter Blutzuckerspiegel (Diabetes)
  • Übergewicht
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • hoher Alkoholkonsum
  • negativer Stress

Folgeerkrankungen von Bluthochdruck

Unbehandelt kann Bluthochdruck eine ganze Reihe von Folgeerkrankungen auslösen:

  • Herzschwäche
  • Herzmuskelverdickung
  • Herzinfarkt
  • koronare Herzkrankheit
  • Schlaganfall
  • Netzhautschäden
  • Erblindung
  • Niereninsuffizienz
  • Nierenversagen
  • Schrumpfniere
  • Aneurysma
  • abgestrobene Zehen (Gangrän)
  • Atherosklerose
  • Angina Pectoris
  • Durchblutungsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Demenz

Während unstrittig ist, dass ein Großteil davon durch angepasste Lebensweise vermeidbar ist, wird darüber gestritten, ob eine medikamentöse Blutdrucksenkung ähnliche Erfolge erzielen kann.

Vorbeugung

Durch regelmäßigen Sport, bewusste Ernährung und eingeschränkten Alkoholgenuss sowie regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks können schwerwiegende Folgeerkrankungen meist vermieden werden.


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Publikationen. Er engagiert sich in Distributed Computing Projekten zur medizinischen Forschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.


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Quellen und weiterführende Literatur

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
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