Lippenherpes

Herpes Simplex Ausbruch an der Lippe (Lippenherpes)
Herpes Simplex Ausbruch an der Lippe (Lippenherpes) Foto: Kopytin Georgy | Shutterstock

Was ist Lippenherpes?

Lippenherpes (med. Herpes labialis) ist die häufigste Ausprägung einer Infektion mit dem Herpes Simplex Virus (HSV). Etwa 85 bis 95 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung sind mit Herpes Simplex infiziert.

Das Virus kann lange Zeit symptomfrei im Körper schlummern. Kommt es zu einer Reaktivierung des Virus und zu einem Ausbruch in Form des Lippenherpes, bilden sich die typischen Herpesbläschen. Meist treten sie am Übergang zwischen Lippe und Gesichtshaut auf.

ICD-10: B00.1 Dermatitis vesicularis durch Herpesviren

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Kinderarzt, Hautarzt

Lesezeit: 1 Minuten

Eine Infektion mit dem Herpes Simplex Virus hat zwar lebenslange, jedoch selten dramatische Folgen. Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit Herpes. Da der Körper nicht in der Lage ist, sich gegen das Virus zu immunisieren, kann die Infektion jederzeit ausbrechen. Als auslösende oder begünstigende Faktoren gelten  emotionaler Stress und das Immunsystem schwächende Krankheiten.

Unterzuckerung

Hypoglykämie und Hyperglykämie

Der Fachbegriff für die Unterzuckerung lautet Hypoglykämie Foto: Kolonko | Shutterstock

Was ist eine Unterzuckerung?

Als Unterzuckerung (med.: Hypoglykämie) bezeichnet man einen Abfall des Blutzuckerspiegels auf ein Niveau von unter 40 mg/dl. Erste Symptome können allerdings bereits beim Unterschreiten von 60 mg/dl auftreten. Ein gesunder Körper kompensiert einen Blutzuckerabfall. Das Hormon Glukagon – der Gegenspieler des Insulin – baut Glykogen zu Glukose ab.

Versagt dieser Regelmechanismus, kann eine Unterzuckerung lebensgefährdend eskalieren. So ist beispielsweise das menschliche Gehirn auf eine ständige Glukose-Zufuhr angewiesen. Die Hypoglykämie tritt vor allem bei medikamentös behandelten Diabetikern auf. Regelmäßige Unterzuckerungen stehen im Verdacht, das Risiko für Demenz zu erhöhen.

ICD-10: E16.0 Arzneimittelinduzierte Hypoglykämie ohne Koma, E16.1 Sonstige Hypoglykämie, E16.2 Hypoglykämie, nicht näher bezeichnet

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Diabetologe

Lesezeit: 1 Minuten

Magen-Darm-Grippe

Das menschliche Verdauungssystem
Das menschliche Verdauungssystem Abb.: Kozorez Vladislav | Shutterstock

Was ist eine Magen-Darm-Grippe?

Der Begriff „Magen-Darm-Grippe“ entspringt dem Volksmund. Es handelt sich dabei nicht um eine echte Grippe. Der Grippe-Erreger Influenza ist nicht am Krankheitsgeschehen beteiligt. Die „Magen-Darm-Grippe“ (med. Gastroenteritis) ist eine Durchfallerkrankung, die auf eine akute Entzündung des Magen-Darm-Trakts – bestehend aus Magen, Dünndarm und Dickdarm – zurückgeht. Sie kann durch Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöst werden.

ICD-10: A09 Gastroenteritis infektiösen Ursprungs

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner

Lesezeit: 1 Minuten

Magen-Darm-Gruppe Symptome

Die typischen Anzeichen des Magen-Darm-Infekts
Übelkeit
Erbrechen
Bauchschmerzen
Appetitverlust
Durchfall
Fieber (selten)
Schwindel
ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Schwäche
Kopfschmerzen
Gliederschmerzen
Blähungen
Bauchkrämpfe

Borderline Symptome

Das sog. Ritzen ist typisch für Borderliner
Selbstschädigendes Verhalten: Ritzen ist typisch für Borderliner Foto: Olga Sweet | Bigstock

Was ist die Borderline Störung?

Die Borderline-Störung bezeichnet eine instabile Persönlichkeitsstörung. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch unangemessene und instabile Reaktionen eines Menschen in verschiedenen sozialen und persönlichen Lebenssituationen. Freunde, Kollegen und Angehörige erleben die sichtbaren Symptome oft als abschreckend. Manchmal reicht der kleinste Anlass, damit ein Borderliner heftig reagiert, extrem wütend wird oder in Tränen ausbricht.

Kennzeichnend sind eine gestörte Selbstwahrnehmung, plötzliche Stimmungswechsel, hohe Impulsivität und eine Neigung zu selbstschädigendem Verhalten, instabilen Beziehungen und Lebensverhältnissen sowie Verlustängsten.

ICD-10: F60.31 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Psychiater, Psychotherapeut

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Nerv eingeklemmt

Wärmebehandlung
Eine Wärmebehandlung kann bei einem „eingeklemmten Nerven“ Linderung verschaffen (Foto: gemphotography | Bigstock)

Was ist ein „eingeklemmter Nerv“?

Was im Volksmund als „eingeklemmter Nerv“ bezeichnet wird, ist medizinisch eine Reizung oder Entzündung des betroffenen Nervs. Die Ursache für die Reizung ist häufig eine Verkrampfung oder Verhärtung des umliegenden Muskelgewebes. Diese übt Druck auf die Nervenbahnen aus und reizt sie. Auch eine Entzündung oder Schwellung in Folge einer Verletzung kann den Nerv reizen. Wenn sich ein Patient einen „Nerv eingeklemmt“ hat, treten meist akute Schmerzen auf.

Eine tatsächliche Druckkompression eines Nervens birgt die Gefahr eines dauerhaften Nervenschadens und erfordert umgehende medizinische Versorgung.

ICD-10: M62.8 Paravertebrale Muskelverspannungen

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Orthopäde

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Symptome eines „eingeklemmten Nervs“

Typische Anzeichen für einen eingeklemmten Nerv
starke Schmerzen (stechend, brennend, drückend)
Bewegungsbeeinträchtigungen (Steifheit)
Verspannung der umliegenden Muskulatur
Schmerzverstärkung durch Husten, Atmen oder Anspannen
starkes Schwitzen als Reaktion auf den Dauerschmerzreiz

Borderline Syndrom

Borderline Syndrom
Das Borderline Syndrom gehört zu den Persönlichkeitsstörungen Foto: Daniel Beckemeier | Shutterstock

Was ist das Borderline Syndrom?

Das Borderline Syndrom (auch Borderline-Persönlichkeitsstörung / BPS) ist eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung. Zur typischen Symptomatik von Borderline gehören schnelle Stimmungswechsel, hohe Impulsivität und ein wechselhaftes Selbstbild, das auf eine gestörte Selbstwahrnehmung zurückgeht. Betroffene neigen zu selbstschädigendem Verhalten, instabilen Beziehungen und Lebensverhältnissen sowie Verlustängsten.

Borderliner leiden häufig unter weiteren psychischen Störungen wie Depressionen, ADHS, Angststörungen und Essstörungen.

ICD-10: F60.31 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Psychiater, Psychotherapeuten

Lesezeit: 1 Minuten

Neben psychischen Störungen, die sich im Laufe des Lebens entwickeln, können auch Persönlichkeitsstörungen auftreten, die schon seit der frühen Jugend das Erleben und Verhalten der Betroffenen prägen. Insbesondere die Borderline-Persönlichkeit ist eine sehr bekannte Abweichung vom normativen Verhalten, die für Betroffene mit deutlichen Einschränkungen einhergehen kann. Ein neues Training setzt vorrangig an den Ressourcen an, die Patienten zur Verfügung stehen und zielt darauf ab, diese konsequent und zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen.

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  3. Author: alan